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FAQ

Nebenprodukte

Was sind Pellets und was macht man damit?
Pellets sind mit Melasse angereicherte, getrocknete und gepresste Zuckerrübenschnitzel. Sie werden vor allem für die Fütterung von Wiederkäuern, aber auch für Schweine und Pferde verwendet. Ihr Futterwert entspricht hinsichtlich des Energiegehaltes dem der Gerste.

Welchen Nährwert/Brennwert haben die Pellets?
Pellets haben einen hohen Energiegehalt, der mit dem der Gerste vergleichbar ist. Der Futterwert von je 1000 g Pellets beträgt: Nettoenergie-Laktation:
6,82 MJ NEL und umsetzbare Energie = 10,84 MJ ME
(Quelle: Bayerische Landesanstalt für Tierzucht, 1999)

Was ist Melasse?
Melasse haftet nach der Kristallisation an den Zuckerkristallen und wird durch das Schleudern in den Zentrifugen vom Zucker gelöst. Melasse hat einen Zuckergehalt von 48-50 %.

Wozu nimmt man Melasse?
Wegen des Zucker- und Rohproteingehaltes ist Melasse als Futtermittel für die Rindermast, für Milchkühe, Pferde, Schweine und Geflügel geeignet. In einigen Ländern wird Melasse mit Gras, Mais oder Getreide gemischt, ihre schnell fermentierbaren Zucker beschleunigen die Silierung.
Melasse wird auch als Kohlenstoffquelle für Fermentationszwecke eingesetzt (alkoholische Gärung, Backhefe-Herstellung).

Was ist Carbokalk?
Carbokalk ist ein natürlicher Nährstoffdünger. Er entsteht in feinkristalliner Form bei der Saftreinigung in Zuckerfabriken. Durch die Erhitzung im Produktionsprozess ist er frei von Nematoden und Krankheitserregern. Sein Mindestgehalt an Calciumcarbonat beträgt 45 %. Der Carbokalk wird auf einen Trockensubstanzgehalt von ca. 70 % abgepresst.
Das so gewonnene, erdfeuchte Material ist ohne Abdeckung am Feldrand lagerfähig. Carbokalk ist aufgrund seiner großen reaktiven Oberfläche ein sehr schnell wirkender Kalkdünger und eignet sich für alle Kulturen.

Wer braucht den Carbokalk?
Carbokalk sorgt für eine ausreichende Kalkversorgung der Böden und ist damit eine Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Ackerbau. Ausreichend mit Kalk versorgte Böden weisen eine bessere Durchlüftung und eine bessere Wasserführung auf. Der Landwirt benötigt Carbokalk auch, um das Verschlämmungsrisiko zu senken und die Nährstoffverfügbarkeit zu verbessern.

Eine ausreichende Kalkversorgung trägt zur Trockenresistenz bei. Kalk fördert das Wurzelwachstum und die Zellvermehrung. Für die normale Kalkung eines Bodens benötigt man zwischen 5-8 t Carbokalk/ha.

Wird Carbokalk auch an Nichtrübenanbauer abgegeben?
Carbokalk wird auch an Landwirte verkauft, die keinen Rübenanbau betreiben.