zum Inhalt springen

zur Navigation springen

Mannheim, 16. Mai 2019

Südzucker mit erwartetem Ergebniseinbruch im Geschäftsjahr 2018/19

Der Konzernumsatz der Südzucker AG sank im Geschäftsjahr 2018/19 (1. März 2018 bis 28. Februar 2019) auf 6.754 (Vorjahr: 6.983) Millionen Euro. Während der Umsatz in den Segmenten...
Der Konzernumsatz der Südzucker AG sank im Geschäftsjahr 2018/19 (1. März 2018 bis 28. Februar 2019) auf 6.754 (Vorjahr: 6.983) Millionen Euro. Während der Umsatz in den Segmenten Zucker und CropEnergies deutlich zurückging, stieg er im Segment Spezialitäten deutlich an. Im Segment Frucht lag der Umsatz leicht über Vorjahresniveau. Das operative Konzernergebnis verringerte sich erwartungsgemäß deutlich auf 27 (Vorjahr: 445) Millionen Euro. Der Rückgang ist – wie angekündigt - im Wesentlichen auf die ab der zweiten Geschäftsjahreshälfte im Segment Zucker eingetretenen hohen Verluste zurückzuführen. Auch im Segment CropEnergies sank das operative Ergebnis deutlich. Das operative Ergebnis im Segment Spezialitäten lag auf und im Segment Frucht leicht über Vorjahresniveau. Vor dem Hintergrund der Neueinschätzung des Zuckermarktumfelds führten Restrukturierungsaufwendungen sowie die Wertberichtigung von Geschäfts- und Firmenwerten im Segment Zucker zu einem hohen Konzernjahresfehlbetrag von 805 (Vorjahr: Konzernjahresüberschuss 318) Millionen Euro. Der ganz überwiegende Teil dieser Einmalbelastungen ist nicht liquiditätswirksam.
Dividendenvorschlag 0,20 Euro pro Aktie
Die Dividendenpolitik bleibt auf Kontinuität und nachhaltige Ergebnisentwicklung ausgerichtet. Daher hat der Vorstand unter Berücksichtigung der aktuellen Ergebnis- und Verschuldungssituation des Konzerns beschlossen, für das Geschäftsjahr 2018/19 eine Dividende von 0,20 (Vorjahr: 0,45) Euro je Aktie vorzuschlagen. Dies entspricht einer Ausschüttungssumme von 41 (Vorjahr: 92) Millionen Euro.
Segment Zucker mit operativem Verlust
Im Segment Zucker sank der Umsatz infolge deutlich niedrigerer Erlöse auf 2.588 (Vorjahr: 3.017) Millionen Euro. Während in der ersten Geschäftsjahreshälfte deutlich mehr Zucker als im Vorjahr abgesetzt wurde, ging der Zuckerabsatz im zweiten Halbjahr infolge der trockenheitsbedingt geringeren Erzeugungs- und Exportmenge deutlich zurück und lag im Gesamtjahr nur noch leicht über Vorjahr.
Während im Vorjahr in der ersten Geschäftsjahreshälfte die Erlöse noch angestiegen waren, gingen diese seit Oktober 2017 deutlich zurück. Seit Oktober 2018 sanken die Erlöse nochmals. Die trockenheitsbedingt schlechtere Ernte 2018 belastete die Ergebnisentwicklung zusätzlich. Durch die geringere Erzeugungsmenge erhöhten sich einerseits die Produktionskosten und verminderte sich andererseits die Absatzmenge. Daher musste Südzucker operative Verluste in Höhe von -239 (Vorjahr: operativer Gewinn 139) Millionen Euro hinnehmen, die vollständig in der zweiten Geschäftsjahreshälfte anfielen.
Verarbeitungskampagne und Zuckerproduktion 2018
Bedingt durch die Trockenheit begann die Kampagne 2018 – abgesehen von Polen – etwa zehn Tage später als ursprünglich geplant. Die Verarbeitungsdauer in den einzelnen Werken lag zwischen 65 Tagen in Falesti, Moldau, und 146 Tagen in Cagny, Frankreich. Im Schnitt aller Werke dauerte die Kampagne 115 (Vorjahr: 133) Tage.
Insgesamt sank die Zuckererzeugung im Konzern auf 4,7 (Vorjahr: 5,9) Millionen Tonnen. Davon entfielen 4,6 (Vorjahr: 5,7) Millionen Tonnen auf die Zuckergewinnung aus Rüben und 0,1 (Vorjahr: 0,2) Millionen Tonnen auf Zucker aus Rohrohrzuckerraffination.
Segment Spezialitäten mit Umsatzzuwachs
Im Segment Spezialitäten konnte der Umsatz deutlich auf 2.294 (Vorjahr: 1.997) Millionen Euro gesteigert werden. Der Umsatzzuwachs stammt dabei im Wesentlichen aus den im Vorjahr nur zeitanteilig enthaltenen Gesellschaften Richelieu Foods Inc., Massachusetts, USA, sowie HASA GmbH, Burg, Sachsen-Anhalt. Auch alle anderen Bereiche konnten den Umsatz steigern. Das operative Ergebnis lag mit 156 (Vorjahr: 158) Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Im Bereich Stärke standen stärkebasierte Verzuckerungsprodukte und Ethanol unter Preisdruck. Bei gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten führte dies zu einem deutlichen Ergebnisrückgang. Dieser konnte durch die insgesamt positive Ergebnisentwicklung der anderen Produktgruppen aber nahezu ausgeglichen werden.
Segment CropEnergies mit niedrigen Ethanolerlösen
Im Segment CropEnergies blieb der Umsatz mit 693 (Vorjahr: 808) Millionen Euro deutlich unter Vorjahr. Dies ist auf einen Rückgang der Produktions- und Absatzmengen sowie auf die insgesamt unter dem Vorjahr liegenden Ethanolerlöse zurückzuführen. Infolge der herausfordernden Marktbedingungen wurde die Kapazitätsauslastung angepasst und die Produktion in der Anlage in Wilton, Großbritannien, ab Dezember 2018 bis Ende Februar 2019 ausgesetzt. Die Ethanolerlöse lagen im ersten Halbjahr noch unter dem hohen Erlösniveau des ersten Halbjahres des Vorjahres, erholten sich aber insbesondere im vierten Quartal deutlich.
Infolge der negativen Umsatzentwicklung verringerte sich das operative Ergebnis im Berichtszeitraum insgesamt auf 33 (Vorjahr: 72) Millionen Euro. Dabei wirkte neben einer reduzierten Absatzmenge sowie insgesamt niedrigeren Ethanolerlösen ein Anstieg der Rohstoff- und Energiekosten belastend. Im vierten Quartal lag das operative Ergebnis erstmals über dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums. Dies ist insbesondere auf deutlich höhere Ethanolerlöse zurückzuführen.
Segment Frucht mit weiterhin stabiler Umsatz- und Ergebnisentwicklung
Im Segment Frucht lag der Umsatz mit 1.179 (Vorjahr: 1.161) Millionen Euro leicht über Vorjahresniveau. Im Bereich Fruchtzubereitungen konnten rückläufige Erlöse durch Absatzsteigerungen mehr als ausgeglichen werden. Durch deutlich gestiegene Erlöse wurde im Fruchtsaftkonzentratbereich trotz geringerer Absatzmengen ebenfalls ein Umsatzzuwachs erzielt. Für das Gesamtjahr ergibt sich ein leichter Zuwachs des operativen Ergebnisses auf 77 (Vorjahr: 76) Millionen Euro. Die Division Fruchtzubereitungen verzeichnete hauptsächlich währungsbedingt eine Ergebnisverschlechterung. Diese konnte durch bessere Deckungsbeiträge bei Apfelsaftkonzentraten aus der Ernte 2017 und die gestiegene Kapazitätsauslastung mehr als ausgeglichen werden.
Konzernprognose 2019/20
Für das Geschäftsjahr 2019/20 erwartet Südzucker einen Konzernumsatz in Höhe von 6,7 bis 7,0 Milliarden Euro. Dabei geht Südzucker im Segment Zucker von einem moderaten Umsatzrückgang aus. Im Segment CropEnergies sieht Südzucker den Umsatz in einer Bandbreite von 720 bis 820 Millionen Euro. Im Segment Spezialitäten rechnet Südzucker mit einem leicht steigenden, im Segment Frucht mit einem moderat steigenden Umsatz.
Beim operativen Konzernergebnis wird von einer Bandbreite in Höhe von 0 bis 100 Millionen Euro ausgegangen. Dabei rechnet Südzucker im Segment Zucker mit einem nochmaligen operativen Verlust in Höhe von -200 bis -300 Millionen Euro. Demgegenüber geht Südzucker im Segment Spezialitäten von einer moderaten und im Segment Frucht von einer deutlichen Ergebnissteigerung aus. Im Segment CropEnergies wird ein operatives Ergebnis zwischen 20 und 70 Millionen Euro erwartet.
Südzucker AG
Maximilianstraße 10
68165 Mannheim
Wirtschaftspresse
Dr. Dominik Risser
Tel.: +49 621 421-205
Fax: +49 621 421-425
public.relations@suedzucker.de
Investor Relations
Nikolai Baltruschat
Tel.: +49 621 421-240
Fax: +49 621 421-449
Investor.relations@suedzucker.de
TOP-TEASER

Mannheim, 16. Mai 2019

Südzucker mit erwartetem Ergebniseinbruch im Geschäftsjahr 2018/19

Geschäftsbericht