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Mannheim, 12.07.2000

Südzucker steigert Ertragskraft

Dem europaweit in den Bereichen Zucker, Speiseeis und Tiefkühlkost tätigen Südzucker-Konzern ist es 1999/2000 - trotz schwieriger Rahmenbedingungen - gelungen, mit 4,5 Mrd. EUR den Umsatz auf Vorjahresniveau zu halten und die Ertragskraft zu steigern. Der Abschluss wurde erstmals nach IAS erstellt. Der Konzernjahresüberschuss stieg um 24 % auf 174 (140)* Mio. EUR, das Operative Ergebnis auf 329 (308) Mio. EUR.

Mannheim, 12.07.2000

Südzucker steigert Ertragskraft

Dem europaweit in den Bereichen Zucker, Speiseeis und Tiefkühlkost tätigen Südzucker-Konzern ist es 1999/2000 - trotz schwieriger Rahmenbedingungen - gelungen, mit 4,5 Mrd. EUR den Umsatz auf Vorjahresniveau zu halten und die Ertragskraft zu steigern. Der Abschluss wurde erstmals nach IAS erstellt. Der Konzernjahresüberschuss stieg um 24 % auf 174 (140)* Mio. EUR, das Operative Ergebnis auf 329 (308) Mio. EUR. Südzucker weist besonders darauf hin, dass diese Verbesserung in einem für die Ernährungsindustrie generell sehr schwierigen Jahr erreicht wurde. Zu nennen sind hier u. a. der durch die andauernden Strukturschlachten des Lebensmitteleinzelhandels scharfe Preiswettbewerb und auf dem türkischen Markt die Auswirkungen des Erdbebens.
Die in der Unternehmensstrategie verankerte Serviceorientierung soll mit dazu beitragen, die Position auf den europäischen Märkten zu stärken und wenn möglich auszubauen. Das stärkste Wachstum wurde bei den Functional-Food-Produkten Palatinit und Orafti sowie im Stärkebereich der österreichischen AGRANA erzielt. Das weitere Wachstum auf diesen Märkten soll in Form von Eigenentwicklungen aber auch durch Akquisitionen erreicht werden. Man konzentriert sich dabei auf Ernährungsaktivitäten, die ein überdurchschnittliches Wachstumspotenzial aufweisen und möglichst konjunkturstabil sind. Ein weiteres Kriterium, das Südzucker anlegt, ist der strategische Anspruch, mittel- und langfristig eine führende Wettbewerbsposition einnehmen zu können.
Parallel zu dieser Wachstumsstrategie müssen auch weiterhin alle Potenziale zur Rationalisierung und Kosteneinsparung genutzt werden. Im Rahmen der Maßnahmen zur Anpassung der Werksstruktur an die EU-weit gekürzten Anbauflächen werden die Werke Delitzsch und Zeil nach der Kampagne 2001 und das Werk Löbau nach der Kampagne 2002 geschlossen.
Nicht zufrieden zeigt sich Südzucker mit dem aktuellen Kurs der eigenen Aktie; er spiegele die Ertragskraft, das Ertragspotenzial und die guten Wachstumschancen des Konzerns nicht angemessen wider.
Nach wie vor ausgesprochen solide sind die Bilanzkennzahlen des Südzucker-Konzerns. Die Eigenkapitalquote erreichte 34,6 (33,8) %, das Anlagevermögen ist zu 127,4 % durch mittel- und langfristiges Kapital gedeckt. Die Investitionen von 320 (447) Mio. EUR sind aus dem auf 472 (464) Mio. EUR gestiegenen Cashflow finanziert.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung 2000 die Ausschüttung einer Bardividende in Höhe von 0,34 EUR je Stamm- bzw. 0,38 EUR je Vorzugsaktie vor. Anlässlich der durch die Unternehmenssteuerreform erforderlichen Umgliederung der mit einem Steuersatz von 45 % belasteten Gewinnrücklagen (EK 45) in niedriger versteuertes Eigenkapital (EK 40) wird den Aktionären auf der Hauptversammlung weiterhin eine Sonderausschüttung von 0,53 Euro je Aktie vorgeschlagen. Die Sonderausschüttung soll durch eine auf der Hauptversammlung zu beschließende Kapitalerhöhung dem Unternehmen wieder zufließen (Schütt-aus-hol-zurück).
Südzucker ist mit den beiden Segmenten Zucker/Süßungsmittel und Speiseeis/Tiefkühlkost auf attraktiven Märkten zu Hause, die weiterhin beachtliche Wachstumschancen bieten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 1999/2000 wurde in beiden Segmenten der Vorjahresumsatz gehalten, wobei es im Segment Speiseeis/Tiefkühlkost gelungen ist, das Operative Ergebnis trotz der erheblichen Sondereinflüsse um 26 Mio. EUR auf 58 (32) Mio. EUR zu steigern. Die Zuckergruppe hat das Operative Ergebnis des Vorjahres mit 271 (276) Mio. EUR knapp behaupten können.
Von den konzernweit rd. 30.000 Mitarbeitern sind 13.000 im Zuckerbereich und 17.000 im Bereich Speiseeis/Tiefkühlkost tätig.
In das laufende Geschäftsjahr 2000/01 sind beide Segmente insgesamt gut gestartet.
Im Bereich Zucker/Süßungsmittel liegen die Zuckerabsätze der westeuropäischen Fabriken nach dem ersten Quartal leicht über dem Vorjahr. Weiterhin zweistellige Zuwachsraten verzeichnen die Produktbereiche Isomalt und Orafti.
Die Unternehmen des Segments Speiseeis/Tiefkühlkost verzeichneten im ersten Halbjahr (01.01. - 30. 06.) einen Umsatz, der mit rd. 880 Mio. EUR um knapp 3 % über dem Vorjahr liegt.
Die Entwicklung des Geschäftsjahres 2000/01 wird maßgeblich vom weiteren Verlauf der Eissaison und dem Verlauf der Kampagne bestimmt. Aus heutiger Sicht wird - trotz des weiterhin schwierigen Umfeldes und der infolge der zurückgenommenen Anbaufläche geringeren Zuckermenge - mit einem unveränderten Konzernumsatz von rd. 4,5 Mrd. EUR gerechnet. Beim Operativen Ergebnis wird davon ausgegangen, den Vorjahreswert von 329 Mio. EUR zu übertreffen und damit die Operating Margin weiter zu verbessern.
Mannheim, 12. Juli 2000
* Die Zahlen in Klammern betreffen den entsprechenden Vorjahreszeitraum.