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Mannheim, 27.01.2003

Zwischenbericht 1. - 3. Quartal 2002/03

Der vorliegende Zwischenbericht unterrichtet Sie über die Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2002/03 (März bis November 2002).

Mannheim, 27.01.2003

Zwischenbericht 1. - 3. Quartal 2002/03

Den Zwischenbericht erhalten Sie auch als Download im Bereich Investor Relations oder auf der Homepage.
ZWISCHENBERICHT
1. bis 3. Quartal 2002/03
1. März bis 30. November 2002
Mannheim/Ochsenfurt, Januar 2003
Sehr geehrte Damen und Herren Aktionäre,
der vorliegende Zwischenbericht unterrichtet Sie über die Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2002/03 (März bis November 2002).
Corporate Governance-Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat der Südzucker AG haben sich mit dem deutschen Corporate Governance-Kodex eingehend befasst und stimmen den dortigen Regelungen zu. Südzucker handelt bereits heute grundsätzlich im Einklang mit den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance-Kodex. Im Januar 2003 werden die Geschäftsordnungen von Aufsichtsrat und Vorstand angepasst. Wir haben dementsprechend folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz abgegeben: Die Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt wird den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance-Kodex im Jahr 2003 entsprechen.
Deutsche Bank reduziert Südzucker-Beteiligung
Die Deutsche Bank hat ihre Beteiligung an der Südzucker von 10,9 % auf 4,8 % reduziert. Erwerber sind der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien-Konzern mit 4,5 % sowie die Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft mit 1,6 %. Die Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft ist nun mit 56 % und der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien-Konzern mit 10 % beteiligt. Der für Indexberechnungen maßgebliche free float der Südzucker-Aktien stieg dadurch von 28 % auf 34 %.
Zuckererzeugung 2002
Die Südzucker-Gruppe hat in der Kampagne 2002 30,8 (25,0)* Mio. t Rüben verarbeitet. Einschließlich der Raffination von Rohzucker stieg die Zuckererzeugung in den 47 Fabriken des Konzerns auf 4,9 (4,0) Mio. t. Von dem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr entfallen gut 500.000 t auf die Zuckergruppe in der EU. Besonders zu nennen sind hier die Produktionssteigerungen um über 200.000 t bei der Südzucker AG und nahezu 250.000 t bei Saint Louis Sucre (SLS).
KAMPAGNE 2002 1)
Anzahl Werke 2)Zuckererzeugung (in t)
Südzucker AG + GmbH 12 1.756.000
RT Belgien 4 681.000
SLS Frankreich 6 1.147.000
AGRANA Österreich 3 456.000
Südzucker-Gruppe EU 25 4.040.000
Osteuropa 22 813.000
Südzucker-Gruppe 47 4.853.000
1) Eastern Sugar 50 %
2) Einschl. 2 Raffinierien
Umsatzentwicklung
Im Südzucker-Konzern verringerten sich die Um-satzerlöse durch die Änderungen des Konsolidierungskreises in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2002/03 um 6,4 % auf 3.442 (3.678) Mio. Euro. Die Umsatzerlöse der neu hinzugekommenen SLS von 722 Mio. Euro; lagen unter denen der im Vorjahr noch enthaltenen Schöller-Gruppe von 1.096 Mio. Euro.
Im Segment Zucker stieg der Umsatz im Wesentlichen infolge des Neuzugangs der SLS um 697 Mio. Euro auf 2.624 (1.927) Mio. Euro. Südzucker, Raffinerie Tirlemontoise (RT), SLS und AGRANA konnten in der EU ihren Inlandsumsatz knapp behaupten. Der Zuckerumsatz mit Drittländern ging hingegen deutlich zurück. Ursache dafür war insbesondere der Rückgang des C-Zuckerumsatzes auf ein Drittel des Vorjahresumsatzes aufgrund der geringeren C-Zuckererzeugung in der Kampagne 2001. Aber auch die Deklassierung der Höchstquote der Südzucker-Gruppe für das Zuckerwirtschaftsjahr 2002/03 um 202.000 t (-6,7 %) führte im 3. Quartal zu einer Verringerung der Drittlandsexporte. Die osteuropäischen Zuckergesellschaften, insbesondere die AGRANA International, konnten die Umsatzerlöse steigern.
Im Segment Spezialitäten ist Südzucker weiter gut vorangekommen. Der Umsatz von 818 Mio. Euro (Vorjahr 655 Mio. Euro; ohne Schöller-Gruppe) trug 23,8 % zum gesamten Konzernumsatz bei. Die in diesem Segment zusammengefassten Bereiche Palatinit, Orafti, Stärke, Portion Pack, Surafti und Freiberger erzielten ein Umsatzplus von 163 Mio. Euro bzw. 25,0 %.
Operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis im Konzern konnte um
19,2 % auf 401 (337) Mio. Euro verbessert werden. Die operative Marge stieg auf 11,7 (9,2) %. Entscheidend hierfür waren der zusätzliche Ergebnisbeitrag der SLS und die positive Ergebnisentwicklung im Segment Spezialitäten.
Das um SLS bereinigte operative Ergebnis im Segment Zucker war in den ersten neun Monaten rückläufig. Einer verbesserten Ergebnisentwicklung in den osteuropäischen Zuckergesellschaften standen geringere Ergebnisse im Exportgeschäft mit Drittländern gegenüber. Geringere C-Zuckermengen mussten zu niedrigeren Weltmarktpreisen expor-tiert werden.
Das Segment Spezialitäten hat von deutlichen Er-gebnisverbesserungen bei Orafti, Freiberger und dem Stärkegeschäft profitiert. Das vergleichbare operative Ergebnis konnte um 50,4 % auf 99 Mio. Euro (Vorjahr 66 Mio. Euro; ohne Schöller-Gruppe) gesteigert werden. Die operative Marge stieg von 10,0 % auf 12,0 % und übertraf erstmals deutlich das Segment Zucker.
Ausblick
Das Geschäftsjahr 2002/03 wird durch die erstmalige volle Berücksichtigung der operativen Ergebnisse der SLS bestimmt, die den Ergebnisbeitrag der Schöller-Gruppe im Vorjahr deutlich übersteigen. Die Verbundvorteile aus der Integration von SLS in die größere Zuckergruppe führten bereits zu ersten Kosteneinsparungen. Dagegen wird das Exportgeschäft einen niedrigeren Ergebnisbeitrag leisten.
Das Zuckergeschäft in Osteuropa wächst weiter, die dynamische Entwicklung der Spezialitäten (Palatinit, Orafti, Stärke, Portion Pack, Surafti und Freiberger) setzt sich fort.
Die in Verbindung mit dem SLS-Erwerb stehenden Finanzierungskosten und Abschreibungen auf Geschäftswerte werden durch das SLS-Ergebnis mehr als kompensiert. Wir rechnen deshalb mit einem Anstieg sowohl des operativen Ergebnisses (Vorjahr 465 Mio. Euro) als auch des Konzernjahresüberschus-ses (Vorjahr 281 Mio. Euro) um über 10 %. Damit werden wir unser Ziel, die operative Marge der Südzucker-Gruppe nachhaltig auf 12 (9,7) % zu erhöhen, bereits im ersten Jahr nach dem Erwerb von SLS nahezu erreichen.
Mit freundlichen Grüßen
SÜDZUCKER AKTIENGESELLSCHAFT
Mannheim/Ochsenfurt
Vorstand
*) Die Zahlen in Klammern betreffen den entsprechenden Vor-jahreszeitraum.
Vermögens- und Finanzlage
Der Zwischenabschluss für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2002/03 zum 30. November 2002 wurde nach IAS aufgestellt. Die Konsolidierungsgrundsätze sowie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des Jahresabschlusses. Hinsichtlich weiterer Informationen verweisen wir auf den Konzernab-schluss zum 28. Februar 2002.
KONZERN-BILANZ
(Mio. Euro)
Aktiva 30.11.2002 28.02.2002
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.257,8 1.294,4
Sachanlagen 1.589,3 1.588,2
Finanzanlagen 414,9 420,2
Anlagevermögen 3.262,0 3.302,8
Vorräte 1.810,8 1.508,1
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 747,2 596,1
Wertpapiere und flüssige Mittel 610,9 428,9
Umlaufvermögen 3.168,9 2.533,1
Aktive latente Steuern 3,3 7,4
Summe AKTIVA 6.434,2 5.843,3
Passiva 30.11.2002 28.02.2002
Anteile des Konzerns am Kapital 1.733,0 1.642,5
Minderheitenanteile am Kapital 399,1 367,4
Eigenkapital 2.132,1 2.009,9
Rückstellungen für Pensionen 370,7 366,2
Rückstellungen für latente Steuern 403,0 393,9
Übrige Rückstellungen 714,5 675,9
Rückstellungen 1.488,2 1.436,0
Finanzverbindlichkeiten 1.053,5 1.570,9
Übrige Verbindlichkeiten 1.760,4 826,5
Summe PASSIVA 6.434,2 5.843,3
Nettofinanzschulden 442,6 1.142,0
Die Konzernbilanz zum 30. November 2002 wurde insbesondere durch die Ende September aufgenommene Rübenverarbeitung geprägt. Auf der Aktivseite erhöhten sich die Vorräte, auf der Passivseite erfolgte eine Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber den Rübenanbauern. Der Rückgang der Nettofinanzschulden um 699,4 Mio. Euro auf 442,6 Mio. Euro ist auf die saisonal typischen Cashflow-Überschüsse zurückzuführen.
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Mio. Euro 1.bis 3. Quartal 02/03
01.03. bis 30.11.2002 1.-3. Quartal 01/02
01.03. bis 30.11.2001 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 3.441,9 3.678,1 -6,4
Operatives Ergebnis 401,3 336,6 +19,2
Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen -9,6 -7,6
Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert -51,0 -17,1
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 340,7 311,9 +9,2
Finanzergebnis -57,8 -50,6 -14,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 282,9 261,3 +8,3
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -62,3 -66,4 +6,2
Konzern-Jahresüberschuss 220,6 194,9 +13,2
Minderheitenanteil am Kon-zern-Jahresüberschuss -46,0 -31,0 -48,3
Konzern-Jahresüberschuss nach Minderheitenanteil 174,6 163,9 +6,5
Ergebnis je Aktie 1,03 1,02 +1,0
KAPITALFLUSSRECHNUNG
(Mio. Euro)
01.03. bis 30.11.2002 01.03. bis 30.11.2001
Cashflow 445,9 360,6
Mittelveränderung Nettoumlaufvermögen 522,0 488,0
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 967,9 848,6
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -157,6 -178,0
Mittelabfluss (-) /-zufluss (+) aus der Finanzierungstätigkeit -628,3 1.045,6
Veränderung des Finanzmittelbestandes 182,0 1.716,2
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 428,9 571,9
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 610,9 2.288,1
ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS
Einschließlich Minderheitenanteile (Mio. Euro)
Anteile des Konzerns Minderheitenanteile Gesamt
Stand 1. März 2002 1.642,5 367,4 2.009,9
Ergebnis nach Steuern 174,6 46,0 220,6
Ausschüttungen -81,4 -13,1 -94,5
Sonstige Veränderungen -2,7 -1,2 -3,9
Stand 30. November 2002 1.733,0 399,1 2.132,1
Stand 1. März 2001 1.438,0 265,0 1.703,0
Ergebnis nach Steuern 163,9 31,0 194,9
Ausschüttungen -191,2 -12,2 -203,4
Kapitalerhöhung 387,1 - 378,1
Sonstige Veränderungen -60,7 34,2 -26,5
Stand 30. November 2001 1.728,1 318,0 2.046,1
SEGMENTBERICHT
(Mio.Euro) 01.03. bis 30.11.2002 01.03. bis 30.11.20011) Veränderung
+ / - Veränderung
in %
Umsatzerlöse 3.441,9 2.582,0 859,9 +33,3
Zucker 2.623,8 1.927,4 696,4 +36,1
Spezialitäten 818,1 654,6 163,5 +25,0
Operatives Ergebnis 401,3 292,2 109,1 +37,3
Zucker 302,8 226,7 76,1 +33,6
Spezialitäten 98,5 65,5 33,0 +50,4
Operative Marge 11,7% 11,3%
Zucker 11,5% 11,8%
Spezialitäten 12,0% 10,0%
Investitionen in Sachanlagen 148,5 111,4 37,1 +33,3
Zucker 95,0 64,6 30,4 +47,1
Spezialitäten 53,5 46,8 6,7 +14,3
Personalstand im
Durchschnitt 14.626 12.890 1.736 +13,5
Zucker 11.360 10.209 1.151 +11,1
Spezialitäten 3.266 2.681 585 +21,8
1) Vorjahr bereinigt um die Schöller-Gruppe.
Im Zuge der strategischen Neupositionierung wurde die Segmentierung des Südzucker-Konzerns beginnend am 1. März 2002 in folgender Weise angepasst: Das Segment Zucker enthält das Zucker-Kerngeschäft in West- und Osteuropa. Im Segment Spezialitäten sind die Bereiche Palatinit, Orafti, Stärke sowie die Aktivitäten der Portion-Pack-, Surafti- und Freiberger-Gruppe zusammengefasst. Gemäß IAS 14.76 wurden die Vorjahreszahlen entsprechend der neuen Segmentierung zugeordnet und zur besseren Vergleichbarkeit um das im Vorjahr noch einbezogene Schöller-Geschäft bereinigt.
Die Investitionen in Sachanlagen von März bis November des Geschäftsjahres 2002/03 betrugen 148,5 (111,4) Mio. Euro. Der Anstieg der Investitionen im Segment Zucker auf 95,0 (64,6) Mio. Euro; resultiert aus der Einbeziehung der SLS sowie höheren Investitionen in den polnischen Zuckerfabriken. Im Segment Spezialitäten ist der Anstieg der Investitionen um 6,7 Mio. Euro auf 53,5 (46,8) Mio. Euro auf den Ausbau der Orafti- und Palatinit-Kapazitäten zurückzuführen.
In der Südzucker-Gruppe waren im Durchschnitt der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2002/03 14.626 (12.890) Mitarbeiter beschäftigt. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der erstmaligen Einbeziehung der SLS-Gruppe mit 1.771 Beschäftigten.
Wichtige Termine 2003
Bilanzpressekonferenz für das Geschäftsjahr 2002/03
28. Mai 2003
Zwischenbericht 1. Quartal 2003/04
15. Juli 2003
Hauptversammlung im Rosengarten Mannheim
31. Juli 2003
Dividendenzahlung
1. August 2003
Zwischenbericht 2. Quartal 2003/04
15. Oktober 2003