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Mannheim/Zeitz, 06.02.2004

Grundsteinlegung Südzucker-Bioethanolanlage am 6. Februar 2004 in Zeitz

Die Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim, errichtet in Zeitz/Sachsen-Anhalt eine Anlage zur Herstellung von Bioethanol, die im Frühjahr 2005 in Betrieb gehen wird. Die im Verbund mit der ansässigen Zuckerfabrik arbeitende Anlage ist mit einer Jahresproduktion von 260.000 m³ Bioethanol eine in Konzeption und Dimension neuartige Anlage in Europa.

Mannheim/Zeitz, 06.02.2004

Grundsteinlegung Südzucker-Bioethanolanlage am 6. Februar 2004 in Zeitz

Die Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim, errichtet in Zeitz/Sachsen-Anhalt eine Anlage zur Herstellung von Bioethanol, die im Frühjahr 2005 in Betrieb gehen wird. Die im Verbund mit der ansässigen Zuckerfabrik arbeitende Anlage ist mit einer Jahresproduktion von 260.000 m³ Bioethanol eine in Konzeption und Dimension neuartige Anlage in Europa.
Hauptrohstoff für die Bioethanolgewinnung wird Weizen sein, daneben können auch Produkte aus der Zuckerherstellung sowie andere Getreidearten in begrenztem Umfang eingesetzt werden. Für den Standort Zeitz sprachen neben der Unterstützung durch die Politik insbesondere die gute Verfügbarkeit der Rohstoffe.
Bei Investitionen von 185 Mio. EUR werden direkt 50 und im Umfeld weitere 50 Arbeitsplätze geschaffen.
Für eine Bioethanolerzeugung in Höhe von 260.000 m³ werden pro Jahr rd. 700.000 t Getreide benötigt, was bei einem Ertrag von rd. 7 t/ha einer landwirtschaftlichen Nutzfläche von rd. 100.000 ha entspricht. Damit werden in der Landwirtschaft etwa 1.000 Arbeitsplätze gesichert und so dem EU-Ziel der Förderung der Entwicklung des ländlichen Raumes voll entsprochen.
Verwendet wird das umweltfreundliche Bioethanol im Kraftstoffsektor. Bereits heute ermöglicht die geltende Norm für Ottokraftstoffe (EN 288) die Verwendung von bis zu 5 vol-% Bioethanol als direktem Benzinzusatz. Darüber hinaus erlaubt die selbe Norm die Verwendung von bis zu 15 vol-% ETBE (Ethyl-tertiär-Butylether), ein aus Ethanol herstellbarer Oktanzahlverbesserer, der bereits heute in Frankreich und Spanien umfangreich eingesetzt wird. Nach den Berechnungen der TU München wird allein die neue Anlage in Zeitz die Umwelt um CO2-Emissionen in Höhe von rd. 520.000 t entlasten. ETBE und Bioethanol sind ausgezeichnete Benzin-Additive, da sie beim Zusatz dessen Klopffestigkeit verbessern, Benzin mit Sauerstoff anreichern und damit den Betrieb des Ottomotors effektiver machen, keinen Schwefel enthalten und frei von Aromaten sind. Nur beim direkten Zusatz von Bioethanol zu Benzin müssen seitens der Mineralölindustrie Anpassungen für die Handhabung des Produktes durchgeführt werden. Beim Einsatz als ETBE sind keine Anpassungsmaßnahmen erforderlich.
Als Kuppelprodukt entstehen bei der Bioethanolherstellung rd. 260.000 t hochwertiges Eiweißfuttermittel, das getrocknet als DDGS (»distillers dried grain with solubles«) auf den heimischen Futtermittelmärkten abgesetzt wird.