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Mannheim, 31.05.2006:

Südzucker wächst mit Bioethanol und Frucht

Der Konzernumsatz ist im Geschäftsjahr 2005/06 um 10,8 % auf 5,3 (4,8) Mrd. EUR angestiegen und stellt damit einen neuen Höchstwert dar. Das operative Konzernergebnis konnte im Übergangsjahr mit der Umsatzentwicklung nicht Schritt halten und betrug 450 (523) Mio. EUR.

Mannheim, 31.05.2006

Südzucker wächst mit Bioethanol und Frucht

Der Konzernumsatz ist im Geschäftsjahr 2005/06 um 10,8 % auf 5,3 (4,8) Mrd. EUR angestiegen und stellt damit einen neuen Höchstwert dar. Das operative Konzernergebnis konnte im Übergangsjahr mit der Umsatzentwicklung nicht Schritt halten und betrug 450 (523) Mio. EUR.
Die außerordentlich positive Entwicklung des Vorjahres konnte zwar nicht wiederholt werden, doch ist für sich betrachtet das Geschäftsjahr 2005/06 durchaus erfolgreich verlaufen. Es zeigt, dass die von Südzucker eingeschlagene Unternehmensstrategie auch in ungünstigem wirtschaftlichen Umfeld zu Erfolgen führt. Zudem beinhaltet der Abschluss Sonderaufwendungen für die Optimierung der Werksstrukturen im Zuckerbereich und einmalige Ergebniseffekte durch die Inbetriebnahme von Neuanlagen.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der am 27. Juli 2006 stattfindenden Hauptversammlung eine Dividende von erneut 0,55 EUR je Stückaktie vor; bei einem dividendenberechtigten Kapital von 189,4 Mio. EUR beträgt die Ausschüttungssumme 104,1 (96,1) Mio. EUR.
Im Segment Zucker erreichte der Umsatz 3,6 (3,5) Mrd. EUR, das operative Ergebnis war durch Preisdruck bei Quotenzucker, hohe Marktordnungsabgaben sowie deutlich gestiegene Energie- und Kokspreise belastet und ging auf 310 (360) Mio. EUR zurück.
Im Segment Spezialitäten stieg der Umsatz um 35,4 % auf 1,8 (1,3) Mrd. EUR, das operative Ergebnis betrug 140 (163) Mio. EUR. Der Rückgang ergab sich durch die Inbetriebnahme der Bioethanolanlage in Zeitz und bei Functional Food-Produkten, da die außerordentlich guten Vorjahresergebnisse nicht erneut zu erzielen waren. Die weiterhin gute Entwicklung bei Stärke und Frucht reichte nicht aus, diese Effekte vollständig auszugleichen.
Die Investitionen im Konzern in Höhe von 642 (1.090) Mio. EUR wurden zum wesentlichen Teil aus dem laufenden Cashflow in Höhe von 527 (550) Mio. EUR finanziert. Ein Finanzierungspaket mit einem Volumen von insgesamt rd. 900 Mio. EUR aus der Platzierung von zwei Tranchen Hybridkapital von insgesamt 700 Mio. EUR und eine Barkapitalerhöhung mit einem Zufluss liquider Mittel in Höhe von rd. 200 Mio. EUR haben den Konzern gestärkt und führten auch zu einem Rückgang der Nettofinanzschulden auf 1.204 (1.672) Mio. EUR. Die solide Finanzierung zeigt sich auch in einem Anstieg der Eigenkapitalquote auf 47,1 (38,0) % sowie dem verbesserten Verhältnis von Nettofinanzschulden zu Eigenkapital von 32,2 (61,1) %.
Segment Zucker
Die Südzucker-Gruppe ist mit dem Segment Zucker in den Ländern Deutschland, Belgien, Frankreich, Österreich, Slowakei, Tschechien, Ungarn, Moldawien und Rumänien tätig. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben die 43 Zuckerfabriken aus rd. 31 (31) Mio. t Rüben 4,8 (4,8) Mio. t Zucker gewonnen. Einschließlich der Raffination von Rohzucker betrug die Zuckererzeugung 5,2 (5,1) Mio. t. Der Zuckerabsatz stieg konzernweit auf 5,6 (4,7) Mio. t und war in der EU durch eine angespannte Marktsituation gekennzeichnet. Ursachen waren im Wesentlichen die im Vorjahr von der EU versäumte Quotenkürzung (Deklassierung) und die noch nicht abgeschlossene Integration der neuen EU-Mitgliedsstaaten. Es ist davon auszugehen, dass die ab 1. Juli 2006 gültige neue Zuckermarktordnung die Situation beendet und der von der EU eingerichtete Restrukturierungsfonds, der eine Konzentration der Zuckererzeugung auf wettbewerbsfähige Gebiete bewirken soll, greift. Derzeit gibt es Signale aus Finnland, Italien, Irland, Lettland, Portugal, Schweden und Spanien, aus der Zuckererzeugung aus Rüben auszusteigen.
Spezialitäten
Das Segment Spezialitäten wird von den Bereichen Bioethanol, Freiberger (Pizza), Frucht, Functional Food (ORAFTI/Palatinit), PortionPack, Stärke und Surafti gebildet. Das stärkste Wachstum findet in den Bereichen Bioethanol und Frucht statt. Nachdem sich die EU eindeutig für den Einsatz von Biokraftstoffen ausgesprochen hat, wird die Südzucker-Gruppe, um ihre Marktführerschaft bei Bioethanol in Europa weiter zu stärken, die Produktionskapazitäten in den nächsten Jahren von derzeit 320.000 m³ auf gut 1 Mio. m³ mehr als verdreifachen. Hierzu werden europaweit rd. 500 Mio. EUR investiert, einschließlich der bereits laufenden Anlage in Zeitz beträgt das Investment in diesen Bereich rd. 700 Mio. EUR.
Bei den Fruchtaktivitäten ist die Südzucker-Gruppe heute mit rd. 37 % Weltmarktführer bei Fruchtzubereitungen sowie größter Fruchtsaftkonzentrathersteller in Europa. Bereits im Geschäftsjahr 2005/06 wurde ein Umsatz von 541 (125) Mio. EUR erreicht. Das Wachstum wird weltweit organisch und durch Zukäufe fortgesetzt.
Für das laufende Geschäftsjahr 2006/07 erwartet Südzucker einen Anstieg des operativen Konzernergebnisses. Im Zuckersegment würde Südzucker mit den bereits angelaufenen Restrukturierungsmaßnahmen sowie der in der neuen Marktordnung eröffneten Möglichkeit, Zucker für Anwendungen außerhalb des Lebensmittelsektors zu erzeugen, trotz nochmals deutlich höherer Energiekosten gestärkt aus dem ersten Jahr der neuen Zuckermarktordnung hervorgehen. Im Segment Spezialitäten wird eine deutliche Ergebnisverbesserung - getragen von der Fruchtsparte und Bioethanol - erwartet.