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Zuckerfabrik Groß-Gerau

Im Überblick

NameZuckerfabrik Groß-Gerau
Gründung1882/83
Stilllegung2007
GründerAugust Bergsträsser (Zuckerfabrik Waghäusel)
Anton Schudt, Rheinfelder Hof
Peter Heil
Bankdirektor G. Hedderich
G. Schönberger
GesellschaftsformAG
1882
Treffen zur Gründung einer Zuckerfabrik. Die Wahl des Standorts fällt auf Groß-Gerau, da sich dort ein Eisenbahnknotenpunkt, eine gutes Straßennetz und günstige Wasserverhältnisse befinden.
Werksansicht aus dem Gründungsjahr 1883.
1883
Im Juli wird der Gesellschaftsvertrag unterzeichnet, im November wird die Baugenehmigung erteilt. Die Baukosten belaufen sich auf 784.000 Mark, die Tagesverarbeitung ist auf 250 Tonnen Rüben ausgelegt.
Der Bau wird durch die Maschinenfabrik Sangerhausen durchgeführt. Da die Baukosten das Grundkapital der Gesellschaft übersteigen, wird ein Kredit bei der Bank für Handel und Industrie in Darmstadt aufgenommen.
1884/85
Im September startet die erste Rübenkampagne mitten in der Krise der deutschen Zuckerindustrie. Es herrscht ein Überangebot an Zucker, vor allem durch die Einfuhr von Zucker aus Russland, unterstützt durch russische Exportprämien. Der Zuckerpreis fällt von 60 Mark auf 36 Mark/Dezitonne. Die Aktionäre und Kaufrübenlieferanten verzichten auf einen Teil des Rübenpreises und die Bank für Handel und Industrie gewährt einen weiteren Kredit.
1886/87
Eine schlechte Ernte von Rüben mit sehr niedrigem Zuckergehalt (12,1 %) und ein niedriger Zuckerpreis führen zu Verlusten.
1894
Umstellung der gesamten Fabrik auf elektrischen Antrieb.
20. April 1920
Fusion mit der Zuckerfabrik Offstein mit Wirkung ab 1. April 1919. Die Fusion mit Offstein scheint sinnvoll, da das Gerauer Werk in den Kriegsjahren schwer gelitten hat und die Finanzierung der erforderlichen Investitionen nicht gewährleistet ist.
Der neue Name lautet nun Zuckerfabrik Offstein - Groß-Gerau.
November 1920
Beitritt zur Interessengemeinschaft süddeutscher Zuckerfabriken.
1924
Beginn der Würfelzuckerproduktion.
1926
Gründungsmitglied der Süddeutschen Zucker-Aktiengesellschaft.
Sommer 1948
Beginn des Wiederaufbaus der Fabrik. Während des Krieges sind Vorderbetrieb und Verwaltungsgebäude niedergebrannt und der Dachstuhl des Hauptgebäudes zerstört worden.
Kampagne 1982/83
Schließung der Zuckerfabrik Wetterau in Friedberg. Die Zuckerfabrik Groß-Gerau übernimmt das Rübenkontingent. In diesem Zuge wird das Werk grundlegend modernisiert und die Rübenverarbeitungskapazität auf 8.500 Tonnen/Tag erhöht.
12. Dezember 2007
Nach Abschluss der Kampagne wird die Fabrik stillgelegt. Der Rückbau ist im Jahr 2009 beendet.