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Zuckerfabrik Heilbronn

Im Überblick

NameZuckerfabrik Heilbronn Aktien-Gesellschaft
Gründung1853
Stilllegung1971
GründerHauptsächlich Heilbronner Kaufleute
GesellschaftsformAG
Werk der Süddeutschen Zucker-Aktiengesellschaft
23.12.1852
Bei einer Versammlung beschließen Heilbronner Kaufleute die Gründung einer Zuckerfabrik und zeichnen insgesamt 48 Aktien zu je 5.000 Gulden. Die Zuckerfabrik ist somit die erste industrielle Aktiengesellschaft Heilbronns.
Ziel der Fabrikgründung ist es unter anderem, Württemberg von norddeutschen Zuckerimporten unabhängig zu machen.
Die Stadt Heilbronn gesteht den Fabrikbesitzern verschiedene Vergünstigungen zu:
- Anlegen einer Zufahrtsstraße
- Abtretung eines Uferstücks am Neckar
- Befreiung der Rübenfuhren vom Pflaster- und Brückengeld
1853
Gründung der Zuckerfabrik Heilbronn und erste Generalversammlung unter dem Vorsitz von A. Goppelt. C. Schwanitz wird als technischer Direktor eingestellt.
1854
Gründung einer Arbeiterkrankenkasse.
1855
Im Januar nimmt die Fabrik ihren Betrieb auf.
Erster Demarkationsvertrag (= vertragliche Regelung des Rübeneinzugsgebietes) im süddeutschen Raum zwischen der Firma Reihlen & Söhne, Stuttgart, und der Zuckerfabrik Heilbronn.
Zuckerfabrik Heilbronn um 1865.
1858
Fusionsverhandlungen mit der Württembergischen Gesellschaft für Zuckerfabrikation (Züttlingen). Die Fusion kommt nicht zustande, da sich die Aktionäre dagegen aussprechen.
1861
Beschluss zum Kauf der Aktiengesellschaft für Rübenzuckerfabrikation in Böblingen, nachdem die Zuckerfabrik Heilbronn im Jahr zuvor bereits Hauptgläubiger wurde.
1867
Gründung des Zweigvereins Süddeutscher Zuckerfabriken mit den Mitgliedern
- Altshausen
- Böblingen
- Frankenthal
- Friedensau
- Heilbronn
- Regensburg
- Stuttgart
- Waghäusel
- Züttlingen
1881
Kauf des Patents für ein Entzuckerungsverfahren von Melasse und Bau einer Entzuckerungsanlage.
Würfelzuckerproduktion um 1930.
Mai 1913
Schweres Brandunglück: vollständige Zerstörung der Raffinerie, des Magazingebäudes und der Wohnung des technischen Direktors sowie teilweise Zerstörung der Rohzuckerfabrik. Im selben Jahr wird die Fabrik wieder aufgebaut.
1920
Beitritt zur Interessengemeinschaft süddeutscher Zuckerfabriken.
1926
Gründungsmitglied der Süddeutschen Zucker-Aktiengesellschaft.
1971
Schließung des Werks im Rahmen des Strukturprogramms Baden-Württemberg nach der Kampagne 1970.