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Zuckerfabrik Offenau

1996
25 Jahre Werk Offenau
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Im Überblick

NameZuckerfabrik Offenau
Gründung1971
GründerSüdzucker AG
GesellschaftsformWerk der Südzucker AG
1961/62
Umstrukturierung der baden-württembergischen Zuckerindustrie: Schließung der Werke Züttlingen, Heilbronn und Stuttgart, dafür Neubau von Offenau und Ausbau von Waghäusel.
Juni 1964
In der Aufsichtsratssitzung wird der Erwerb des Geländes mit rund 110 Hektar Fläche auf der Gemarkung Offenau/Duttenberg im Landkreis Heilbronn, die sogenannte „goldene Aue", genehmigt.
Oktober 1967
Entschluss zum Bau der Zuckerfabrik Offenau mit einer Tageskapazität von 6.000 Tonnen, gleichzeitige Erarbeitung eines Sozialplans für die von der Stilllegung betroffenen Mitarbeiter in Züttlingen, Heilbronn und Stuttgart.
Winter 1967
Beim Bau der ersten Zufahrtsstraße beginnen die Sicherungsarbeiten der Bodendenkmalpflege. Man vermutet nur wenige vor- und frühgeschichtliche Besiedlungsreste. Ein freiwilliger Mitarbeiter des Historischen Museums Heilbronn erkennt an Ziegelresten und Scherben im Acker eine römische Siedlungsstelle. Im Frühjahr 1969 wird dort eine Ausgrabung angesetzt. Außer der Römischen Siedlungsstelle wird ein bronzezeitlicher Grabhügel (ca. 1200 v. Chr.) von 6 Metern Durchmesser gefunden, darin mittig eine ovale Steinsetzung von 2,5 Metern Länge, wohinein die Reste einer verbrannten Leiche gestreut worden sind. Ein zweiter Steinkreis mit 10 Metern Durchmesser wird gefunden. Diese große Grabeinfriedung muss den Bauarbeiten nicht weichen und kann dank eines Vorschlags des Vorstands der Südzucker im jetzigen Werksgelände erhalten und konserviert werden. Zudem werden bis Herbst 1971 227 Brand- und Skelettgräber geborgen, ein 10 Meter breiter Streifen, der parallel zu einer gepflasterten Straße verläuft, Richtung Bad Wimpfen, der Römerstadt.
1969
Letzte Schwierigkeiten beim Landerwerb werden endgültig geklärt, im Februar wird mit dem Bau begonnen. Zunächst entstehen die beiden Zuckersilos, die Straßen und Gleisanlagen. Von Juli bis Oktober werden das Sicht- und Versandgebäude, das Hauptbetriebsgebäude mit Werkstatt und Magazin sowie das Verwaltungsgebäude gebaut. Im Jahr darauf folgen Kraftzentrale mit Turbinen- und Kesselhaus, Kalkstation, Schnitzeltrocknung, Trockenschnitzellager und Rübenhof.
20. September 1971
Inbetriebnahme der Fabrik, die Rübenverarbeitung wird aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt ist die Zuckerfabrik die modernste Europas. Die Rübenlieferung erfolgt zu 70 Prozent auf der Schiene, zu 30 Prozent auf der Straße. Aus circa 80.000 Tonnen Zucker werden 35.000 Tonnen Pellets mit angetrockneter Melasse und 15.000 Tonnen Melasse hergestellt.
Im selben Jahr werden Werkswohnungen gebaut, drei Zwölffamilien- und acht Einfamilienhäuser mit Garagen.
Für die Wasserversorgung des Werkes wird ein bestehendes kleines Flusskraftwerk an der Jagst käuflich erworben und entsprechend umgebaut. Aus der Jagst werden während der Kampagne circa 1.800 Kubikmeter Wasser pro Stunde verwendet. Auch die Notwasserversorgung kann von dort durch eine kleinere Rohrleitung während der Stillstandzeit gewährleistet werden.
Hochregallager.
1996
Zur optimalen Energieausnutzung wird der für den Produktionsprozess erforderliche Dampf zur Stromerzeugung mitgenutzt (Kraft-Wärme-Kopplung).
Ab 2002
Umbau der Kleinpackstation.
2005
Das Werk Offenau ist innerhalb der Südzucker-Gruppe ein bedeutender Standort für die Abpackung und Belieferung des Lebensmitteleinzelhandels mit Haushaltspackungen. Um den daraus resultierenden logistischen Anforderungen jederzeit gerecht zu werden, wird im Jahr 2005 ein hochmodernes Hochregallager mit 16.000 Palettenstellplätzen am Standort in Betrieb genommen.
2016
Investitionen mit einem Gesamtvolumen von 4,6 Millionen Euro:
- Erweiterung der Dicksaftlagerung um einen Tank
- Neue Beleuchtung und Belüftung der Versandhalle
- Beginn der Sanierung der Zuckerauflösung im Zuckerhaus
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