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Repro: Stadtarchiv Warburg.

Zuckerfabrik Warburg

Im Überblick

NameZuckerfabrik Warburg AG
Gründung1882
GründerLandwirtschaftliche Genossenschaft
Gesellschaftsformab 01.07.1873 AG
Werk der Südzucker AG
Ab 1872
Landwirte sehen sich durch die nordamerikanische Konkurrenz - vor allem im Bereich Körnerfruchtbau - bedroht. Es werden vermehrt Stimmen laut, die zum Zuckerrübenanbau in der Region aufrufen.
21. November 1882
"Statut für die Gründung und Betreibung der Zuckerfabrik Warburg" durch Warburger Landwirte, die sich genossenschaftlich organisieren. Das Aktienkapital beträgt 496.500 Mark. Es werden 311 Aktien ausgegeben, die zum Anbau von Zuckerrüben verpflichten. Die Rübenanbaupflicht beträgt 1.665 Morgen.
3. Juli 1883
Eintragung der Genossenschaft ins Handelsregister.
25. August 1883
Grundsteinlegung durch den Gutspächter Julius Recknagel aus Wormeln und den Bauunternehmer Liebold.
Es wird eine Blechkapsel mit Urkunden in das Fundament der Zuckerfabrik gelegt.
1884
Die erste Rübenkampagne der Fabrik Warburg beginnt.
1914-1918
Während des Ersten Weltkriegs wird die Beschaffung der Ressourcen immer schwieriger und an Arbeitskräften für den Betrieb stehen fast nur noch Invalide und Kriegsgefangene zur Verfügung.
1. April 1920
Inkrafttreten des revidierten Gesellschaftsstatuts: Es besteht für Aktionäre keine Anbaupflicht mehr.
1922 und 1923
Inflationsbedingt wird das Aktienkapital zweimal erhöht.
1926
Konkurs der Brakeler Zuckerfabrik: Die Warburger Zuckerfabrik übernimmt nahezu alle Rüben.
7. Dezember 1928
Brand im Trockenschnitzellager. Die Fabrik muss vorerst stillgelegt werden, die unverarbeiteten Rüben werden von der Zuckerfabrik Lage übernommen. Im Herbst des Folgejahres ist die Zuckerfabrik wieder arbeitsfähig.
1931
Gründung der "Wirtschaftlichen Vereinigung der Deutschen Zuckerindustrie". Kontingentierung der Zucker-Grunderzeugungsrechte für jede einzelne Fabrik auf die Dauer von fünf Jahren.
1939-1945
Während des Zweiten Weltkriegs herrscht Arbeitskräftemangel, es werden Kriegsgefangene eingesetzt.
4. April 1945
Einmarsch der Siegermächte in Warburg. Zuckerfabrik und Werkswohnungen müssen geräumt und dürfen nicht mehr betreten werden. Einrichtung eines Armeedepots.
1948-1959
Cuba-Kampagnen: Zusätzlich wird auch Rohzucker aus Deutschland und Belgien verarbeitet.
Aktie Nr. A der Zuckerfabrik Warburg in Westfalen, 1950.
1950-1957
Produktion von Fondantmasse.
1956
Infolge von starken Niederschlägen kommt es zu Überschwemmungen, ein Großteil der Rübenernte kann nicht eingebracht werden. Im Folgejahr geht der Rübenanbau zurück und es werden ab 1957 dänische Rüben angekauft.
1977-1993
Zugehörigkeit zur Vereinigten Zucker Aktiengesellschaft Obernjesa-Wabern-Warburg. 1993 verschmilzt diese mit der Südzucker AG.
Nach der Kampagne 1980
Erstmalige Produktion von braunem Zucker.
Bio Zucker von Südzucker.
1998
Wiederaufnahme der Verarbeitung von Biorüben in Warburg nach 1993. Es werden Rüben von 450 Hektar zu Zucker verarbeitet. Nach der Kampagne wird die Biozuckerproduktion jedoch erneut eingestellt. 2002 wird entschieden, die Produktion von Biozucker in Warburg wiederaufzunehmen. Ab diesem Anbaujahr steht erstmals ökologisch vermehrtes Saatgut zur Verfügung.
Ab 2005
Produktion der Sondersorte Brillant Decor.
Ab 2010
Südzucker ist alleiniger Produzent von Biozucker in Deutschland.