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Zuckerfabrik Zeitz

2008
150 Jahre Zeitz
1858-2008
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Im Überblick

NameZuckerfabrik Zeitz m.b.H.
Gründung1858
GründerAmtmann Christian Carl (besitzt als einziger 2/9 des Gesellschaftskapitals)
Mühlenbesitzer Hermann Rossner (1/9)
Regierungsrat Robert Winkler (1/9)
Rittergutsbesitzer Rudolf Winkler(1/9)
Rittergutsbesitzer Carl August Rohland (1/9)
Rittergutsbesitzer Otto Rohland (1/9)
Rittergutsbesitzer Johann Gottlob Landmann(1/9)
Rittergutsbesitzer Moritz Schmalz (1/9)
GesellschaftsformGmbH (1858-1876)
Eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht (1876-1889)
Zuckerfabrik Zeitz Aktiengesellschaft, Zeitz (1890-94)
GmbH (1894-1946)
Volkseigener Betrieb (1946-1989)
Werk der Südzucker AG (ab 1990)
Ansicht der Fabrik im Gründungsjahr 1858.
September 1857
Grundsteinlegung durch die Gründer.
23. Oktober 1857
Lieferung des vom Hofgraveur Jahn in Dresden hergestellten ersten Fabrikstempels.
31. Dezember 1857
Sozietätsvertrag: Gründung der Gesellschaft Zuckerfabrik Zeitz. Jeder Gesellschafter wird im Vertrag verpflichtet, auf mindestens 35 Morgen Zuckerrüben anzubauen.
1858
Bau der Fabrik. Maschinelle Ausstattung durch die Firmen Röhrig und König (Magdeburg) und Gebr. Forstreuter (Oschersleben). Am 12. Dezember wird die Erlaubnis zur Inbetriebnahme der Zuckerfabrik erteilt.
Vorstand der Zuckerfabrik wird Mühlenbesitzer Hermann Rossner, er bekleidet dieses Amt bis zu seinem Tod im Jahr 1892.
1871-1894
Erwerb von 138 Hektar landwirtschaftlichen Grundbesitzes.
1872
Bau einer Arbeiterkaserne am Granaer Stadtweg.
18. April 1876
Umwandlung der GmbH in eine Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht.
1877
Umrüstung auf das Diffusionsverfahren.
1881
Bau eines Bahnanschlusses mit Verladegleis.
11. November 1889
Die Generalversammlung beschließt die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. Zwei Tage später beschließt sie die Liquidation der Genossenschaft.
2. April 1890
Umwandlung in eine Aktiengesellschaft: Zuckerfabrik Zeitz Aktiengesellschaft, Zeitz.
13. Januar 1894
Umfirmierung zur GmbH mit insgesamt 21 Gesellschaftern.
1903
Umstellung auf die Produktion von Weißzucker und damit einhergehende Erweiterung der Produktionsanlagen.
1910
Erwerb von 25 Prozent der Anteile an den Freyburger Kalksteinwerke GmbH, Freyburg. Die Zuckerfabrik kann somit Kalksteine zum Selbstkostenpreis beziehen.
1911
Eine Missernte führt in diesem Jahr zu schlechten Produktionszahlen. Die geplante Mehrleistung infolge eines Umbaus kann zunächst nicht erreicht werden.
Januar 1914
Erwerb des Rossner'schen Stadtguts in unmittelbarer Nachbarschaft der Zuckerfabrik, was für die Erweiterung der Fabrik unbedingt erforderlich ist.
Erster Weltkrieg
Einsatz von Kriegsgefangenen in der Zuckerfabrik.
August 1918
Erwerb der Dampfziegelei in Aue zur Versorgung der Fabrik mit ausreichend Baumaterial zur Erweiterung derselben.
1922-1924
Schrittweise Übernahme des Kohlebergwerkes "Bruderzeche H. Solf" in Kriebitzsch bei Meuselwitz.
Sirupstation für das "Zesy-Gold", 1928.
1928
Produktionsbeginn des Edelsirups "Zesy-Gold" (Brotaufstrich).
1933
Kauf der stillgelegten Fabrikanlage der Zuckerfabrik Stötzen U.B.
30. Juli 1946
Die Zuckerfabrik Zeitz wird in Volkseigentum überführt.
1956
Die Produktion von "Zesy-Gold" wird eingestellt.
1957
Erste Rohrzuckerkampagne und Inbetriebnahme der Kleinabpackung. Der Verkauf von "Zeitzer Zucker" im 1-Kilogramm-Paket startet.
1960-1990
Verarbeitung von kubanischem Rohrohrzucker als "sozialistische Bruderhilfe".
1. Januar 1965
Bildung des VEB Zuckerfabrik "Fortschritt" mit Sitz in Zeitz. Vereinigt werden die Zuckerfabriken Zeitz, Markranstädt und Lützen. Zwei Jahre später wird dem VEB die Zuckerfabrik Delitzsch zugeordnet.
1984/85
Fertigstellung und Inbetriebnahme der drei Zuckersilos.
30. November 1990
Neuordnung der Zuckerwirtschaft der südlichen DDR durch Vertrag zwischen der Südzucker AG, dem Verband süddeutscher Zuckerrübenanbauer, dem Verband sächsisch-thüringischer Zuckerrübenanbauer und der Deutschen Ostzucker AG: Südzucker übernimmt 13 Zuckerfabriken.
10. Februar 1991
Gründung der Südzucker GmbH, rückwirkend zum 1. Juli 1990 mit Sitz in Zeitz als 100%ige Tochtergesellschaft der Südzucker AG. Übernahme von 13 Werken der ehemaligen DDR:
- Artern
- Brottewitz
- Delitzsch
- Döbeln
- Löbau
- Lützen
- Oberröblingen
- Oldisleben
- Roitzsch
- Straußfurt
- Vitzenburg
- Walschleben
- Zeitz
22. Februar 1991
Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Südzucker AG und der Südzucker GmbH: Die GmbH hat ihren gesamten Bilanzgewinn an die AG abzuführen, die AG verpflichtet sich, Fehlbeträge auszugleichen.
Eintragung der Südzucker GmbH im Handelsregister als Nachfolgegesellschaft der sechs ehemaligen VEB Zuckerfabriken Artern, Brottewitz, Delitzsch, Löbau, Straußfurt und Zeitz.
Zeitzer Zucker im 1-kg-Paket.
7. Oktober 1991
Eintragung des Warenzeichens "Zeitzer Zucker" (Tränenrad) beim Deutschen Patentamt.
1991-1993
Bau einer neuen Zuckerfabrik in Zeitz. Neben Plattling ist Zeitz das Werk mit den größten Dicksaftlagerkapazitäten. Beim Neubau des Werkes Zeitz entscheidet man sich bewusst dafür, Dicksaftkampagnen zu fahren, um gerade die hohen Investitionen im Zuckerhausbereich zu vermindern.
2005
Inbetriebnahme der Bioethanolanlage.
2010
Inbetriebnahme einer Anlage zur Herstellung von flüssigem CO2.
14. Oktober 2014
Einrichtung einer Werksfeuerwehr. Aufgrund des Baus der Weizenstärkeanlage ist die Stadt Zeitz nicht mehr in der Lage, alleine für den Brandschutz zu sorgen und daher wird die Gründung einer Werksfeuerwehr notwendig. 
2016
Inbetriebnahme der Weizenstärkeanlage.
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