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Wesentliche Handlungsfelder

Beschaffung

Grundsätze der Beschaffung

Ein Schwerpunkt der Südzucker-Nachhaltigkeitsaktivitäten liegt bereits bei der der Produktion vorgelagerten Wertschöpfungskette.
Zur Sicherstellung der Versorgung mit agrarischen Rohstoffen, Hilfs- und Betriebsstoffen, Investitions- und Instandhaltungsgütern sowie Dienstleistungen werden von der Südzucker-Gruppe Waren und Dienstleistungen unter Beachtung ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Gesichtspunkte eingekauft. Bestandteil der Ausschreibungsverfahren und Vertragsverhandlungen mit Lieferanten ist der Verhaltenskodex für Lieferanten. Zusammen mit den Südzucker-Leitlinien für Umwelt-, Arbeits- und Sozialstandards stellt dieser Verhaltenskodex eine nachhaltige Beschaffung sicher. Er gilt für Lieferanten der gesamten Wertschöpfungskette. Südzucker führt Audits bei Lieferanten zur Überprüfung der Einhaltung dieser Prinzipien durch. Der Einkaufsbereich wird im Rahmen verschiedener jährlich stattfindender Audits, z. B. ISO 9001 oder International Food Standard, geprüft und zertifiziert.

Landwirtschaft im Fokus

Versuchsanbau, Bewirtschaftung eigener landwirtschaftlicher Betriebe und Wissenstransfer tragen sowohl zur Rohstoffsicherung als auch zur Effizienzsteigerung bei unseren Rohstofflieferanten bei. Eine konzernweite landwirtschaftliche Forschung setzt den Fokus auf die wissenschaftliche Unterstützung, Technologieentwicklung und Beratung für alle landwirtschaftlichen Rohstoffe innerhalb der Südzucker-Gruppe - im Mittelpunkt steht die Zuckerrübe.

Beratung für moderne und nachhaltige Landbewirtschaftung

Am Beispiel der Zuckerrübe lässt sich anschaulich zeigen, wie durch gemeinsame Wissens- und Forschungsplattformen von Landwirten, eigener Landwirtschaft und Forschung, Bodengesundheitsdienst und wissenschaftlichen Institutionen, wie z. B. dem Institut für Zuckerrübenforschung in Göttingen oder dem International Institute for Beet Research in Brüssel/Belgien, Anbau- und Erntemethoden optimiert werden. Dadurch können die Landwirte zu Themen wie z. B. Bodenbearbeitung, Auswahl des Saatguts, Düngung, Pflanzenschutz, Bodenfruchtbarkeit und Ernte umfassend beraten und der Zuckerrübenanbau im besten Sinne der Nachhaltigkeit stets effizienter und wettbewerbsfähiger werden. Ziel der Beratungsinitiative „Mont Blanc" ist die Intensivierung und Vernetzung der unterschiedlichsten regional abgestimmten Beratungskonzepte sowie der Erfahrungsaustausch zwischen den Experten der Konzerngesellschaften. 
Aus anfangs einigen wenigen Beteiligten ist heute ein großes, internationales Netzwerk aus den verschiedensten Bereichen innerhalb und außerhalb der Südzucker-Gruppe entstanden, für das Südzucker einen systematischen Rahmen aufgebaut hat. Auch die Erkenntnisse von Forschungsarbeiten, die von Südzucker initiiert und finanziert wurden, fließen in dieses Netzwerk mit ein.

Sustainable Agriculture Initiative Platform

Südzucker ist Mitglied der Sustainable Agriculture Initiative (SAI) Platform, der führenden Initiative zur Förderung nachhaltiger Anbaumethoden auf globaler Ebene. Mit der Zugehörigkeit zu SAI dokumentieren Lebensmittelhersteller und deren Rohstofflieferanten die Einhaltung umfassender Nachhaltigkeitskriterien.
Die Südzucker AG und ihre Zuckerrübenanbauer in Deutschland, Belgien, Frankreich und Polen haben 2016 die Einhaltung umfassender Nachhaltigkeitskriterien im Zuckerrübenanbau unter Beweis gestellt. AGRANA verwendet für den Nachweis nachhaltiger Agrarpraxis im Vertragsanbau für Zuckerrüben in Österreich, Ungarn, der Slowakei, Tschechien und Rumänien, für Kartoffeln in Österreich sowie für Äpfel in Ungarn das von SAI entwickelte Farm Sustainability Assessment.

Biodiversität

In der Südzucker-Gruppe werden zahlreiche Maßnahmen initiiert und gefördert, mit denen die Rohstofflieferanten ihren Beitrag zur Biodiversität leisten. Seit 2014 werden in Deutschland, seit 2016 auch in Frankreich, Belgien und Polen Saatmischungen für Blühstreifen am Feldrand ausgegeben. In Österreich wurde eine blühende Saatmischung als Alternative zu anderen Zwischenfrüchten verwendet. Auf den Feldern wird so der Boden gelockert, Nährstoffe mobilisiert und das Bodenleben aktiviert. Zusätzlich ergeben die blühenden Felder und Feldränder eine ideale Wildtieräsung und Bienenweide sowie ein attraktives Landschaftsbild.