zum Inhalt springen

zur Navigation springen

Zucker

Zucker und Ernährung

Zucker ist ein Nahrungsmittel, dessen ernährungsmedizinische Bedeutung von anerkannten Ernährungswissenschaftlern und Ärzten überprüft ist. Weder die Gesundheit noch die Vitaminversorgung werden durch den in Deutschland üblichen Zuckerverzehr gefährdet. Auch die oberste amerikanische Gesundheitsbehörde stuft Zucker als sicheres Lebensmittel ein.
Im März 2000 veröffentlichten die wissenschaftlichen Gesellschaften für Ernährung aus Deutschland, Österreich und der Schweiz die "D-A-CH Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr". Die bisher gültigen Vorgaben für eine gesunde Ernährung wurden so den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen angepasst. "Mit Zucker wird ein moderater Umgang empfohlen", so lautet jetzt die Empfehlung der Wissenschaftler. Damit wird von der strikten Begrenzung des Zuckerverzehrs abgerückt und einer gemeinsamen Expertenmeinung von Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Welternährungsorganisation (FAO) gefolgt.

Karies

Nach derzeitigen Erkenntnissen ist die Lehre von der strikten Korrelation zwischen Zuckerverbrauch und Kariesbefall nicht mehr aufrechtzuerhalten. Trotz des unveränderten Zuckerverbrauchs ist in Deutschland - wie auch in anderen entwickelten Ländern - seit mehreren Jahrzehnten der Kariesbefall bei Kindern und Jugendlichen stark zurückgegangen. Karies entsteht, wenn mehrere Faktoren zusammentreffen: Beläge auf ungeputzten Zähnen, Säure bildende Bakterien, die in den Belägen angesiedelt sind, vergärbare Kohlenhydrate und ausreichend Zeit, in der die Säure bzw. die Bakterien die Zähne angreifen. Dabei ist es unerheblich, ob die Kohlenhydrate aus Früchten, Honig, zuckerhaltigen Lebensmitteln, stärkehaltigen Snacks oder Müsli stammen. Entscheidend ist ihre Verweildauer an den Zähnen.
Wer durch Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta rechtzeitig Bakterien von den Zähnen und Speisereste aus dem Mund entfernt, beugt Karies effektiv vor.

Übergewicht

Die Hauptursache für Übergewicht ist eine unausgewogene Energiebilanz. Wer regelmäßig weniger Kalorien verbraucht, als er zu sich nimmt, baut Fettdepots auf und sein Gewicht nimmt zu. Bewegungsmangel und dadurch bedingte zu hohe Energiezufuhr sind heute die Hauptursachen für Übergewicht. Einzelne Lebensmittel spielen dagegen keine Rolle. Es ist jedoch bekannt, dass bei der Verwertung der Energie unserer Nahrung die Kohlenhydrate - und Zucker ist ein Kohlenhydrat - zuerst genutzt werden, während Fette leichter und verlustfrei gespeichert werden. Selbst bei sehr hoher Zufuhr werden alle Kohlenhydrate - also auch Zucker - bevorzugt zur Energiegewinnung im Organismus genutzt oder in Form von Glykogen gespeichert und nicht in Körperfett umgewandelt. Erst bei sehr großen Kohlenhydratmengen kommt es beim Menschen zu einer gesteigerten Neubildung von Fett.
In einer großen Untersuchung aus Schottland an über 11.000 Erwachsenen fand man übrigens eine negative Beziehung zwischen Körpergewicht und Zuckerverzehr. Je höher der Zuckerverzehr war, desto seltener kam Übergewicht vor.

Diabetes

Zucker dient wie andere Kohlenhydrate den Zellen als Energielieferant. Deshalb dürfen Diabetiker im Rahmen ihres Diätplanes bis zu einem Zehntel ihrer Energiezufuhr aus Zucker bestreiten.

Essentielle Nährstoffe

Die Befürchtung, dass hohe Zuckeranteile essentielle Nährstoffe aus der Nahrung verdrängen, konnte in mehreren Studien ausgeräumt werden.
Zucker wird im Körper in Glukose ab- und umgebaut, die den Zellen als Energielieferant dient. Die Körperzellen können nicht unterscheiden, ob ein Glukosemolekül ursprünglich aus Brot, einem Apfel oder aus dem Zucker einer Limonade stammt.

Tipp

Weitere Antworten auf viele Fragen ganz generell rund um das Thema Zucker finden Sie auch hier

Link-Tipp

Mehr Fakten und Hintergründe zum Thema "Zucker und Ernährung" finden Sie auch hier