Südzucker Werk Offstein

Werk Offstein

Überblick In Betrieb seit 1884/85
Jährlich erzeugter Zucker 300.000 bis 360.000 Tonnen
Rohstofflieferanten ca. 1.900 Landwirte
Mitarbeiter ca. 300

Anfahrt

Wormser Straße 11
67283 Obrigheim/Pfalz
Telefon: +49 6359 803-0

Störfallverordnung Werk Offstein

Über das Werk

Das 1883 gegründete Werk Offstein ist eines der traditionsreichsten Werke der Gesellschaft. In der Kampagne werden pro Tag mehrere Tausend Tonnen Rüben angeliefert und zu Dicksaft und Zucker verarbeitet. Offstein nimmt damit einen der vorderen Plätze unter den Südzucker-Werken ein.

Während der Rübenkampagne von September bis Januar arbeitet die Fabrik ohne Unterbrechung im 24-Stunden-Betrieb. Ein Teil des täglich erzeugten Dicksaftes wird zwischengelagert und in einer separaten Dicksaftkampagne in den Monaten Mai und Juni des Folgejahres zu Weißzucker verarbeitet. Insgesamt verfügt das Werk in den Silos über eine Lagerkapazität von mehr als 90.000 Tonnen Zucker und mehr als 100.000 Tonnen Weißwert in Dicksaft. Das ganze Jahr über verarbeiten die weiterverarbeitenden Betriebe in Offstein einen Teil des Zuckers zu Flüssigzucker, Fruktose, Karamellsirupen und Isomalt.

Werksprospekt Werk Offstein

 


Geschichte des Werks

Broschüre: 125 Jahre Offstein

21. März 1883

Tobias Deiß II. kann die Hannoveraner Bankiers Gottfried und Felix Herzfeld für den Bau einer Rübenzuckerfabrik gewinnen. Sie wird gegründet als Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 477.200 Mark und im Handelsregister Pfeddersheim eingetragen. Der Bau erfolgt durch die Braunschweigische Maschinenbau-Anstalt.

5. Juni 1883

Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichts Worms.

16. Oktober 1884

Beginn der ersten Kampagne. Zu dieser Zeit steckt die deutsche Zuckerindustrie in der Krise. Es herrscht ein Überangebot an Zucker, vor allem durch die Einfuhr von Zucker aus Russland, unterstützt durch russische Exportprämien. Der Zuckerpreis fällt von 60 Mark auf 36 Mark/Dezitonne. Das Kapital der Zuckerfabrik muss zusammengelegt werden.

1886

Eröffnung der Bahnlinie Offstein - Worms. Die Fabrik hat somit Anschluss an die Rheinschiene und das Industriezentrum Worms.

1886/87

Eine schlechte Ernte von Rüben mit sehr niedrigem Zuckergehalt (12,55 Prozent) und ein niedriger Zuckerpreis führen zu Verlusten.

1899

Eintragung im Handelsregister Ludwigshafen/Rhein und Löschung in Pfeddersheim.

1900

Anbindung Offsteins an elektrischen Strom.

1913

Gründungsmitglied der Süddeutschen Rübenerwerbsgesellschaft.

20. April 1920

Fusion mit der Zuckerfabrik Groß-Gerau.

1920-1923

Umbau der Fabrik auf Weißzuckerarbeit.

November 1920

Beitritt zur Interessengemeinschaft süddeutscher Zuckerfabriken.

September 1921

Gründung der Zuckerrübenkontor GmbH mit den Zuckerfabriken Frankenthal, Groß-Umstadt, Waghäusel und Worms.

1926

Gründungsmitglied der Süddeutschen Zucker-Aktiengesellschaft Mannheim.

1930

Einrichtung eines zentralen Verkaufsbüros für die Werke Offstein, Frankenthal und Waghäusel in Mannheim.

Im August nimmt die Werksfeuerwehr ihren Dienst auf.

1947

Dürrejahr: Nicht einmal 40 Prozent der üblichen Rübenmenge stehen zur Verarbeitung zur Verfügung.

1966

Inbetriebnahme der Invertzuckeranlage.

1972

Produktionsstart von Invertzuckersirupen, Karamell- und Mischsirupen.

1986

Kapazitätsverringerung im Werk Waghäusel. Überschüssige Rüben werden in Offstein verarbeitet.

1989

Grundsteinlegung der Isomalt-Anlage.

2004

Einweihung des Zentralarchivs im Rahmen einer Vorstandssitzung am Standort Offstein.