Südzucker Werk Plattling

Werk Plattling

Überblick In Betrieb seit 1961
Jährliche Zuckerproduktion 270.000 bis 330.000 Tonnen
Rohstofflieferanten rund 3.000 Landwirte
Anzahl Mitarbeiter rund 230

Anfahrt

Dr.-Ludwig-Kayser-Straße 1
94447 Plattling
Telefon: +49 9931 704-0

Störfallverordnung Werk Plattling

Über das Werk

Das 1961 in Betrieb genommene Werk Plattling ist eine der größten Zuckerfabriken in Deutschland. Während der Kampagne von September bis Januar arbeitet die Fabrik ohne Unterbrechung im 24-h-Betrieb. In der Kampagne werden pro Tag mehrere Tausend Tonnen Rüben angeliefert und verarbeitet.

Pro Sekunde wird in einer mittleren Kampagne Zucker für den Jahresbedarf eines Bundesbürgers erzeugt. Die jährliche Produktion des Werkes reicht aus, den Bedarf von 7-8 Millionen Verbrauchern zu decken. Ein Teil des täglich erzeugten Dicksaftes wird nicht sofort zu Zucker verarbeitet, sondern zwischengelagert und in einer Dicksaftkampagne im Mai/Juni des darauffolgenden Jahres zu Zucker weiterverarbeitet.

Werksprospekt Plattling


1959

Beschluss zum Bau einer weiteren Fabrik in Bayern mit einer Tagesleistung von 3.000 Tonnen. Die Wahl fällt auf Plattling als Standort. Hierfür sprechen eine gute Infrastruktur - vor allem beim Verkehrswesen und in der Personalbeschaffung - sowie geringere Kosten für Rübenfrachten.

Ab Mai 1960

Bau der Fabrik. Mit dem ersten zentralen Leitstand werden neue technische Maßstäbe gesetzt.

1961

Am 2. Oktober beginnt die erste Kampagne. Die tägliche Verarbeitung liegt bei rund 3.000 Tonnen.

1963

Die Anbaufläche steigt um 11 Prozent auf 7.400 Hektar. Erstmals führt eine Zuckerfabrik die Kampagne mit einer Stammbelegschaft von nur 262 gewerblichen Mitarbeitern durch. Eine 2,5-Kilogramm-Paketieranlage kommt zur Abpackung von Einmachraffinade und Raffinade zum Einsatz.

1965

Einführung des betrieblichen Vorschlagswesens für Verbesserungen.

1966

Bau einer Anlage zur Produktion und Verpackung von Gelierzucker.

1969

In Plattling entsteht das erste Labor zur Rübenqualitätsverbesserung.

1972

Zuckerlagerhalle der Zuckerfabrik Stuttgart wird nach deren Stilllegung nach Plattling versetzt.

1974-1976

Erweiterung der Tageskapazität auf 12.000 Tonnen durch umfangreiche Umbaumaßnahmen – ein Meilenstein in der Entwicklung des Werkes. Gemessen an seiner täglichen Rübenverarbeitungsleistung ist Plattling zu diesem Zeitpunkt die größte Zuckerfabrik im Bundesgebiet.

1975

Plattling führt als erste Zuckerfabrik der Südzucker AG eine Dicksaftkampagne durch.

1981

Erhöhung der Tageskapazität auf 14.000 Tonnen durch weitere Ausbaumaßnahmen.

1981/82

„Frost-Kampagne": Es herrschen extrem tiefe Temperaturen. Das Sprengkommando des Bundesgrenzschutz muss beim Entladen der Rüben unterstützen.

1989

Erstmalige Anlieferung von Rüben per Lkw.

1991

Der Betrieb der Feuerungsanlagen mit Biogas wird möglich.

1994

Neubau des Rübenhofes: Neue Kapazität von 2.000 Tonnen Rüben pro Stunde, Rübenannahme 16 Stunden am Tag möglich, weitere Optimierungen im Folgejahr.

2009

Einführung der 24-Stunden-Rübenanlieferung (Montag bis Samstag).

2011

Kapazitätserhöhung auf 17.000 Tonnen Rübenverarbeitung pro Tag.