Südzucker Werk Rain

Werk Rain

Überblick In Betrieb seit 1957
Jährlich erzeugter Zucker 200.000 bis 250.000 Tonnen
Rohstofflieferanten ca. 2.900 Landwirte
Mitarbeiter ca. 240

Anfahrt

Donauwörther Straße 50
86641 Rain/Lech
Telefon: +49 9090 998-0

Störfallverordnung Werk Rain

Über das Werk

Während der Kampagne von September bis Januar arbeitet die Fabrik ohne Unterbrechung im 24-h-Betrieb. Pro Tag werden mehrere Tausend Tonnen Rüben angeliefert und verarbeitet. In weniger als zwei Sekunden wird in einer mittleren Kampagne Zucker für den Jahresbedarf eines Bundesbürgers erzeugt. Die jährliche Produktion des Werkes reicht aus, den Bedarf von 4-5 Millionen Verbrauchern zu decken. In den sieben Silos des Werkes ist Raum für mehr als 100.000 Tonnen Zucker.

Werksprospekt Rain


1955

Landwirte sowie die bayerische Staatsregierung fordern eine zweite Zuckerfabrik in Bayern. Den Landwirten wird eine Beteiligung angeboten, um so zum einen die Versorgung mit Zuckerrüben sicherzustellen, zum anderen aber auch eine Konkurrenzsituation mit der Zuckerfabrik Regensburg zu verhindern. Am 21. Dezember 1955 wird der Beschluss zum Bau einer Zuckerfabrik in Rain gefasst.

1956

Ab März wird mit der Planung und dem Bau der ersten neuen Zuckerfabrik der Südzucker AG begonnen. Gleichzeitig werden Wohnhäuser für das Führungspersonal auf dem Werksgelände sowie 60 Wohnungen für Mitarbeiter in der Wohnsiedlung „Preußenallee" gebaut.

1957

Im Januar findet eine dreitägige Probekampagne zur Prüfung des reibungslosen Produktionsablaufs statt. Im Oktober wird die Fabrik zur ersten Kampagne in Betrieb genommen.

1958

Die neue Fabrik wirkt sich auf die Anbaufläche aus. Diese wird um 50 Prozent ausgedehnt. In diesem Jahr wird eine Rekordkampagne mit einer Dauer von 130 Tagen verzeichnet.

1962

Beginn der Herstellung von Würfelzucker.

1976

Die Serienproduktion des Rübenroders Betaking 3000 beginnt. In Rain werden vier Maschinen gebaut. Auf der DLG-Ausstellung 1976 in München ist als Messeneuheit der sechsreihige Bunkerköpfroder Betaking 3000 zu sehen. 1977 werden nochmals zehn Maschinen in Rain gebaut. Danach wird ein Lizenzvertrag mit Holmer und Paintner abgeschlossen. Ein Beta King 3000 verbleibt bei Südzucker.

1982

Das Elektro-Ultrafiltration-Labor (EUF) zur Untersuchung der Bodenqualität, insbesondere des Stickstoffgehalts, wird im Justus-Liebig-Haus auf dem Gelände der Zuckerfabrik errichtet.
Durch das Zusammenführen von Bodenuntersuchungsergebnis, Düngeempfehlung, Rübenqualität und –ertrag können gezielte Maßnahmen zur Verbesserung des Rübenanbaus eingeleitet werden. In diesem Bodenlabor werden jährlich rund 50.000 Bodenproben aus dem süddeutschen, belgischen und österreichischen Raum zur Erstellung von Düngeempfehlungen analysiert sowie 4.000 Untersuchungen auf Pflanzenkrankheiten durchgeführt.

1989

Komplettumbau des Rübenhofs.

1989-1993

Übernahme der Patenschaft für das Werk Löbau bis zum Abschluss der dortigen Modernisierungsmaßnahmen.

2011

Inbetriebnahme des siebten Silos, zum Teil mit Bauteilen eines Silos aus Regensburg aufgebaut.